Theaterprojekt an der Sekpro Riedmatt

Riedmatt

 

«In modernen Zeiten lernt man für das Leben am besten durch die Kunst»,
sagt Eckart Liebau, Professor für Pädagogik an der Universität Erlangen-Nürnberg
Eine moderne Schule tut daher gut daran das Theaterspiel zu pflegen...
Theaterspiel fordert und fördert alle wesentlichen sozialen und kulturellen Fähigkeiten und Fertigkeiten, weil sie für das Gelingen eines Spiels wirklich gebraucht werden. Es sind dies:
Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Gedächtnis, sprachlicher und körperlicher Ausdruck, Präsenz im Auftritt, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit, Fantasie, Emotion, Spontaneität und Flexibilität, soziale Erfahrung, geistige Beweglichkeit und Beherrschung der eigenen Körpersprache.

Die Sekpro 2 der Schule Riedmatt hat sich in den letzten Monaten intensiv mit dem Theaterspielen auseinandergesetzt. Eingestiegen sind sie mit der Lektüre «Der Besuch der alten Dame» von Friedrich Dürrenmatt, mit dessen Geschichte sie sich im Anschluss eingehend beschäftigt haben und wovon sie sich dann auch eine Inszenierung in Basel ansehen durften. Und im Unterricht lernten sie die Grundfertigkeiten des Theaterspielens kennen.
Nach dieser Vorarbeit inszenierten sie ihre Version des Stückes. Sie übten fleissig, improvisierten, verbesserten, überarbeiteten, fügten neue Szenen hinzu, ergänzten alte Szenen, strichen weg und änderten ab.
Dabei gab es Hochs und Tiefs. Manchmal waren sie gestresst und mussten sich, um weiterzumachen, neu finden. Ein anderes Mal waren sie begeistert dabei und trieben sich gegenseitig zu erstaunlichen Leistungen an. Das Wichtigste war jedoch, dass sie stets am Ball blieben, weitermachten und ihre Leistung von Mal zu Mal noch zu steigern vermochten.

Ende November fand dann schliesslich die lang ersehnte Aufführung statt. Die Schülerinnen und Schüler durften das Theater während des Tages den Klassen präsentieren und am Abend als Dernière noch ihren Eltern, Verwandten, Bekannten und Freundinnen und Freunden. Sie hatten eine tolle Bühnenpräsenz und konnten sich als gut funktionierendes Team präsentieren. Dafür erhielten sie viele Applaus und tolle Rückmeldungen.

Einige Stimmen von Zuschauenden:
«Toll, dass ihr Claire Zachanassian nicht auf die Bühne geholt habt.»
«Es war sehr interessant und lustig. Man konnte die Spielenden gut verstehen.»
«Das war das beste Theater, das ich je gesehen habe!»
«Mir hat gefallen, dass nicht nur auf der Bühne gespielt wurde.»
«Den Rap fand ich am besten!»
«Sie liessen sich nie aus der Rolle bringen und als Zuschauer merkte man gut, dass sie sich in ihren Rollen je länger desto sicherer fühlten»
«Das Kostüm vom Bürgermeister war elegant, der Hammer!» (Schüler S3a)
«Der Rap war cool!» (Schüler S3a)
«Es wurde schön gesunden.» (Schülerin S3a)
«Die ganze Klasse hat als Team gut gesungen und performt.» (Schülerin S3a)
«Der Schrei war das Beste!» (Schüler R3)

Rückblickend war es für alle Beteiligten ein bereicherndes Erlebnis, das in guter Erinnerung bleiben wird und bei dem die Kinder viel fürs Leben gelernt haben.

 

Hier zum Medienbericht aus dem Höfner Volksblatt