Dienstag, 14. November 2017

Schulen nach Bern

R3a/b bei «Schulen nach Bern»

Das ist sie, die Fraktion der Jungen Volkspartei der Schule Weid in Pfäffikon. Vor der «Wiege der Eidgenossenschaft» stehen 26 junge Menschen, die während der Projektwoche des Vereins «Schulen nach Bern» zu Nationalräten und Nationalrätinnen geworden sind. Als Jugendliche, die etwas verändern wollen, haben sie eine Volksinitiative verfasst und sind dafür auf die Strasse gegangen. Sie haben dem Regen, der Kälte und den harschen Sprüchen getrotzt und über 200 Unterschriften gesammelt. Zusammen mit anderen Klassen aus Zürich, Bern und der Waadt haben sie ihre Volksinitiative der Bundeskanzlei übergeben und nach intensiver Vorbereitung auf die Projektwoche schliesslich als Parlamentarier im Bundeshaus Einzug gehalten.

Leidenschaftlich haben sie debattiert, Argumente gesucht, gefunden, bedacht, verworfen und wiederaufgenommen. Unermüdlich haben sie getagt, gefragt und nachgehakt, sich in stundenlangen Kommissions-, Fraktionssitzungen auf die Nationalratssession vorbereitet. Geduldig haben sie einander zugehört, Mensch und Meinung respektiert, auch wenn beides anders, das Eine zumindest teilweise gar auf Französisch war.

Diese jungen Menschen kennen die direkte Demokratie nun nicht länger nur aus dem Schulbuch. Sie haben sie erlebt. Sie haben gesehen, wie die Einigkeit eines guten Kompromisses, über den Streit der politischen Debatte obsiegt. Wie die Überzeugungskraft guter Argumente Andersdenkende umzustimmen vermag. Wie hinter jeder anderen Meinung ein Mensch mit seiner eigenen, anderen Geschichte steht und dass am Ende die Anderen die eigenen Sorgen, Ängste und Wünsche teilen. Es ist von unschätzbarem Wert, jungen Menschen eine solche Gelegenheit zu bieten, über sich hinaus zu wachsen, Grösse zu gewinnen und sich der eigenen Bedeutsamkeit in unserer Demokratie bewusst zu werden. Das ist sie - die Jugend - die Zukunft unserer Demokratie und wenn wir unserer Demokratie eine Zukunft geben wollen, dann muss uns diese Jugend etwas Wert sein! Leider steht das Projekt «Schulen nach Bern» vor dem Aus. Die Kantone müssen sparen.