Donnerstag, 16. November 2017

Gruselnacht am Lagerfeuer – Mein eigenes Hörspiel

Gruselgeschichten fesseln uns, sorgen für Gänsehaut, lassen die Haare zu Berge stehen und faszinieren uns seit jeher. Ausserdem sind sie auf textueller und struktureller Ebene anspruchsvoll. Eine gute Gruselgeschichte erzeugt Spannung, schafft eine Atmosphäre, die zum Eintauchen einlädt, zeichnet sich aus durch passenden Wortschatz, einen unwiderstehlichen roten Faden und eine gekonnte Leserführung.

Intensiv haben sich die Klassen R2b und S2a der Schule Leutschen während den letzten Wochen mit dem Schreiben von Schauerliteratur auseinandergesetzt. Mit Hilfe von sprachlichen Hilfestellungen und Strukturen kreierten sie in Partnerarbeit düstere und fesselnde Atmosphären, die durch eine lebhafte Sprache zum Leben erweckt wurden.

Nachdem der Text geschrieben war, gingen es noch einen Schritt weiter. Im Sinne eines integrativen Medien- und Informatikunterrichts erstellten die Schülerinnen und Schüler mit dem digitalen Gratis-Tonstudio «Audacity» ihre eigenen Hörspiele und ergänzten die Texte mit akustischen Hintergrundgeräuschen, schrillen Klagelauten und knarrenden Dielen.

Lediglich das geeignete Setting fehlte noch, um die gemachten Erfahrungen nachhaltig festzuhalten. Während einer normalen Schulstunde? Auf keinen Fall!

An einer kalten und nebligen Novembernacht versammelten sich die Klassen bei Kerzenschein und diabolischen Klängen um die erstellten Hörspiele einzuweihen. Edgar Allen Poes Klassiker «The Tell-Tale Heart» bildete den Auftakt, bevor die Schülerkreationen ihre Wirkung entfalteten. Gemeinsam lauschte man den nervenaufreibenden Produktionen, kicherte über kleinere Versprecher und genoss den gemeinsamen Abend beim gemütlichen Beisammensein. Der Höhepunkt bildete schliesslich eine CD mit den Hörspielen beider Klassen. Ein Abend, der in bester Erinnerung bleiben und durch die CD hoffentlich noch lange weiterleben und nachhallen wird.

 

>>hier geht es zur Gruselgeschichte: Das Geheimnisumwobene Kloster